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EFRE-Förderung

Schmalbandiger Diodenlaser - Sacher Lasertechnik GmbH

Die Augenklinik der Universitätsmedizin Rostock steht in enger Kooperation mit dem Institut für Physik und dem Department „Life, Light and Matter“ der interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock und widmet sich den Forschungsschwerpunk „Regeneration biologischer Funktionen“. Die Arbeitsgruppen arbeiten in den Bereichen der Photonik und Biophotonik. Die Synergien der Arbeitsgruppen werden genutzt, um neue mikroskopische sowie spektroskopische Methoden an Zell- und Tiermodellen zu erproben und diese in die humane Anwendung zu überführen.
Das Ziel der unterschiedlichen Forschungsbereiche ist es, Effekte der Laser – Gewebe - Wechselwirkung besser zu verstehen und diese Effekte für eine Translation in die klinische Anwendung zu nutzen.

Lasersysteme entwickeln sich gegenwärtig zu den wesentlichen therapeutischen Werkzeugen in der Katarakt- und Refraktiven-Chirurgie, deren Wechselwirkungsmechanismen und Möglichkeiten jedoch noch nicht völlig ausgeschöpft sind. Das durch EFRE geförterte Lasersystem von Sacher Lasertechnik GmbH stellt ein zentrales Forschungsgerät hinsichtlich der Entwicklung von neuen Diagnostik- und Therapiestrategien in der Medizin, speziell der Augenheilkunde dar.

Die nicht invasive Bestimmung der biomechanischen Eigenschaften von Gewebe ist eine der grundlegenden Fragestellungen in der Medizin. Insbesondere in der Augenheilkunde ist dies eine entscheidende Fragestellung bei der Diagnose von diversen Erkrankungen und Alterserscheinungen, beispielweise Katarakt, post-LASIK Ektasien oder dem Keratokonus. Der physikalische Effekt der Brillouin-Streuung ermöglicht erstmals die direkte ortsaufgelöste, nicht invasive und in vivo Bestimmung von rheologischen Eigenschaften von Gewebe im Allgemeinen und im Speziellen von Kompartimenten des Auges. Der Nachteil dieser Technologie besteht darin, dass parasitäre Streueffekte das eigentliche Nutzsignal überlagern und unbrauchbar machen können. Sehr aufwändige spektroskopische Methoden ermöglichen zwar die Messung, wobei Messgeschwindigkeit und technologischer sowie finanzieller Aufwand für eine Anwendung in der klinischen Praxis inakzeptabel hoch sind und damit eine Implementierung in ein klinisches Gerät kaum in Frage kommt. Ein von den Antragstellern patentiertes Verfahren beseitigt nunmehr dieses Problem und legt die physikalischen Grundlagen für die Entwicklung eines medizintechnischen Gerätes, welches für die Anwendung in der Medizin (Augenheilkunde) geeignet ist. Die Methode eignet sich für ein Realtime-Monitoring von Therapien und ein Monitoring des Behandlungserfolges in- und außerhalb der Augenheilkunde.

Die Arbeiten sind in das Projekt RESPONSE „Partnerschaft für Innovation in der Implantatechnologie“ im Rahmen der BMBF Initiative 2020 eingebunden und hier Bestandteil verschiedener Basis- bzw. Forschungsprojekte. Teile des Projektes waren ebenfalls bereits Bestandteil der REMEDIS Initiative „Implantattechnologie der Zukunft“ im Rahmen der BMBF Förderung „Spitzenforschung & Innovation in den Neuen Ländern.